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Bintig-Hummel GmbH Hamm – Trinkwasserverordnung, Legionellenprüfung

Warmwasser in Mehrfamilienhäusern

Kontrolle jetzt gesetzlich vorgeschrieben

Ob zum Trinken, Kochen oder Waschen – Trinkwasser ist aus unserem Alltag nicht wegzudenken und gehört deshalb zu den Lebensmitteln, die am intensivsten kontrolliert werden. Welche Qualität das Trinkwasser haben muss, regelt die Trinkwasserverordnung (TrinkwV). Mit dieser Verordnung soll sichergestellt werden, dass keine gesundheitsschädlichen Stoffe ins Trinkwasser gelangen. In § 1 der deutschen Trinkwasserverordnung heißt es konkret: "Zweck der Verordnung ist es, die menschliche Gesundheit vor den nachteiligen Einflüssen, die sich aus der Verunreinigung von Wasser ergeben, das für den menschlichen Gebrauch bestimmt ist, durch Gewährleistung seiner Genusstauglichkeit und Reinheit […] zu schützen."

Zum 1. November 2011 ist eine neue TrinkwV in Kraft getreten – die Umsetzung überwachen die zuständigen Gesundheitsämter

Was ist neu?

Auf die Wohnungseigentümer und Verwalter kommen einige neue Pflichten zu. So fordert die neue TrinkwV:

  • Anzeigepflichten des Bestandes – Warmwasseranlagen sind dem Gesundheitsamt zu melden
  • Untersuchungspflichten auf Legionellen – jährliche Beprobung aller Warmwasseranlagen
  • Pflichten bei Überschreitung des technischen Maßnahmenwertes – im Falle einer Kontamination sind Maßnahmen nach der TrinkwV zu befolgen
  • Informationspflichten gegenüber dem Mieter – Mieter müssen über die Ergebnisse der Untersuchung in Kenntnis gesetzt werden
  • Dokumentationspflichten – die Ergebnisse der Beprobung sind 10 Jahre lang zu archivieren

Wichtig: Nach § 13 der TrinkwV hat jeder Inhaber einer Wasserversorgungsanlage den Bestand unverzüglich dem zuständigen Gesundheitsamt zu melden. Auch eine Stilllegung oder Wiederinbetriebnahme muss gemeldet werden.


Legionellenprüfung nach § 14 der TrinkwV
Wer ist betroffen?

Die neue TrinkwV sieht eine jährliche Untersuchung der Warmwasserversorgung auf Legionellen vor (Untersuchungspflicht nach § 14 TrinkwV). Betroffen sind alle Eigentümer und Verwalter von vermieteten Mehrfamilienhäusern mit einer zentralen Trinkwassererwärmungsanlage mit einem Speichervolumen von mehr als 400 l und / oder Warmwasserleitungen mit mehr als 3 Liter Inhalt zwischen Trinkwassererwärmer und der weitest entfernten Zapfstelle. Die Untersuchungspflicht besteht bereits, wenn nur eine Wohnung einer Eigentümergemeinschaft vermietet ist.

Was sind Legionellen?

Legionellen sind Bakterien, die sich überall in Süßwasser entwickeln können – in Trinkleitungen, in Anlagen zur Trinkwassererwärmung, in Klimaanlagen und Whirlpools. Legionellen vermehren sich bei Wassertemperaturen zwischen 25-55 °C. Eine direkte Gefährdung durch das Trinken von legionellenhaltigem Wasser besteht in der Regel nicht. Erst wenn das Wasser in versprühter Form als Aerosol in die Lungen gelangt (z. B. beim Duschen, in klimatisierten Räumen mit Sprühbefeuchtung o. ä.) kann es zu grippeähnlichen Erkrankungen wie dem Pontiac-Fieber bis hin zu schwer verlaufenden Lungenentzündungen kommen. Besonders gefährdet sind ältere Personen und Kleinkinder.


Wie funktioniert die Legionellenprüfung?

Die Zahl der Probeentnahmestellen richtet sich nach der Größe des Objektes.

In der Regel wird das Trinkwasser an folgenden Stellen beprobt:

  • am Ausgang des Warmwasserbereiters (Warmwasservorlauf)
  • am Ende der Zirkulationsleitung bzw. vor dem Wiedereintritt in den Warmwasserspeicher (Warmwasserrücklauf)
  • am Ende jeder Steigleitung (an der vom Warmwasserbereiter entferntesten Entnahmestelle)

Für die Untersuchung müssen geeignete Probeentnahmestellen zur Verfügung gehalten werden, z. B. Wasserhähne in den Wohnungen und geeignete Probenahmehähne am Warmwasserspeicher. Die Probeentnahme hat durch zertifizierte Personen zu erfolgen. Da für die Probeentnahme die Wohnungen der betroffenen Mieter betreten werden müssen, sollten diese über den Termin rechtzeitig informiert werden. Die anschließende Untersuchung der Proben auf Legionellendarf ausschließlich durch hierfür staatlich zugelassene Laboratorien erfolgen. Eine Kopie der Untersuchungsergebnisse muss innerhalb von zwei Wochen nach Abschluss der Untersuchung an das Gesundheitsamt übermittelt werden.


Was passiert, wenn die Legionellenprüfung nicht fristgerecht oder nicht fachmännisch ausgeführt wird?

Wer als betroffener Vermieter die Untersuchung nicht richtig, vollständig oder in der vorgeschriebenen Weise durchführen lässt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße von bis zu 25.000 Euro oder in bestimmten Fällen mit Freiheitsstrafen von bis zu 2 Jahren geahndet werden kann!

Stichtag für die Überprüfung ist der 31.10.2012
Bis zu diesem Zeitpunkt muss das Untersuchungsergebnis erstmals dem Gesundheitsamt vorliegen.

NEU!!!

Wir bieten einen Trinkwasser Leitungscheck an, bei Interesse setzten Sie sich mit uns in Verbindung